„Oh weh, heute ist Elternabend!“ Das ist oft das erste, was Lehrkräften und Eltern zum Thema Elternarbeit einfällt. Schon der Begriff „Elternarbeit“ lässt etwas Anstrengendes, Mühsames vermuten. Nicht nur für Lehrkräfte, ebenso für Eltern ist der Besuch in der Schule und die dazugehörige Kommunikation nicht gerade ein freudiges Ereignis. Meist findet eine Kommunikation erzwungenermaßen durch einen festgesetzten Termin der Schulleitung oder bei einem oftmals negativen Anlass statt. Diese Einladungen rufen Stress, zeitlichen Termindruck oder negative Gefühle aus der eigenen erlebten Schulzeit hervor. Darüber hinaus machen sich Lehrkräfte in der Arbeit mit Eltern nicht-deutscher Herkunft oft Sorgen wegen der kulturellen und sprachlichen Verschiedenheit.

In der Zusammenarbeit von Schule und Familie ist jedoch das Wichtigste die herzliche Partnerschaft zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Viele Lehrkräfte und Schulen gehen hier bereits neue und offene Wege und profitieren davon. Auch wenn es dafür kein Patentrezept gibt, das für jede Person oder jede Schule gelten kann, möchten diese Beiträge einen positiven Einblick in Möglichkeiten von funktionierender Elternarbeit gerade im Hinblick der Interkulturalität liefern, um etwas Schönes wachsen zu lassen.